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Geschichte und Kultur

Das kleine Städtchen Bex liegt von Berggipfeln umringt am Ufer der Rhone und ist heute noch Zeuge einer reichen, tausendjährigen Vergangenheit.

Bex Tourisme
Avenue de la Gare 24
1880 Bex
Tel. +41 (0)24 463 30 80
info@bex-tourisme.ch
www.bex-tourisme.ch

Der Hügel von Chiètres scheint der erste bewohnte Ort gewesen zu sein. Dort befindet sich auch der prähistorische « Abri sous roche », der keltische Steinkreis « Champ-Peuffler » und die Pfahlbauten des ehemaligen Sees von Luissel.
Die grosse römische Strasse von Italien nach Mainz überquerte die Rhone in Massongex, wo sich die Thermalbäder von Tarnaiae befanden.
Eine Tradition wollte, dass die Entdeckung einer Badequelle am Fusse des Montet die Römer dazu verleitete, in Massongex Richtung Bex abzubiegen und dort die Stadt Baccis zu gründen. Allem Anschein nach, stammen die Namen Bacium, Baccus oder Baccis, die Bex früher bezeichneten, vom Wort Fähre ab (auf französisch Bac). Es handelt sich um die Fähre, welche ab 563 die römische Brücke, nach dem Bergsturz des Tauredunum ersetzte. Dieser Berg liegt oberhalb des Bois-Noir (Wallis) und seine Widerlager sind auf der Terrasse des Tempels von Saint-Clément verteilt.

Als das römische Reich zerstückelt war, tauchte « Villa Baccis » bescheiden in den Annalen des Hohen Mittelalters auf. Die Chronik von Marius, Bischoff von Lausanne, erwähnt, dass die Franken des Königs Gontran im Jahre 574 die Lombarden besiegten. Diese waren im Wallis einmarschiert und hatten die Gegend verwüstetet. Der Kampf soll in der Gegend des Hügels von Chiètres stattgefunden haben, wo antike Waffen (See von Luissel) gefunden wurden. Nach unaufhörlichen Unruhen während des barbarischen Zeitalters, entwickelte sich ein bescheidenes Städtchen rund um die, dem heiligen Clément (Papst im 1. Jahrhundert) gewidmete Kirche (1193).
Bex wird allerdings erst im 1138 zum ersten Mal auf Pergament erwähnt. Man erfährt, dass «Willamus und Garnerius aus Baiz» sich gegenseitig als Vasallen von Amédée III von Savoyen anerkennen. Diese « aus Bex » erscheinen erneut im 1179 als Bürge eines Abkommens zwischen dem Bischoff von Sitten und Humbert III von Savoyen. Der eine, Girold, liess im Jahre 1150 das Schloss Bex bauen, später Schloss Duin, dessen Name von Antoine de Duyn, Herr von Bex, welcher es ab dem Jahre 1431 bewohnte und wo diese Familie bis im Jahre 1574 blieb, abstammt. Ein Turm des Schlosses überragt noch heute den Hügel von Chiètres. Gérold von Bex gründete ebenfalls das « Burgum Novum » (Bornuit), d.h. das moderne Bex.
Im Zeitalter vor den Burgunderkriegen (1470 – 77), war die Region, die der Oberhoheit der Herzöge von Savoyen unterstellt war, in eine grosse Anzahl von Lehen aufgeteilt. Die Bischöfe von Sitten, Prinzen vom Wallis, hatten die Angewohnheit, die Länder, die unter ihrer religiösen Obhut lagen, als ihre eigenen zu betrachten und Savoyen widersetzte sich dem vehement mit Hilfe von Waffen.
Am 12. August 1476 geriet Bex infolge des Freiburger Abkommens von der Herrschaft der Grafen von Savoyen in « die Krallen des Bären ». Bex gehörte demzufolge 60 Jahre vor dem Rest des Kantons zu Bern !

Webcam Bex